Anerkannt! 2015 – Projekt zur Anerkennung von international/ im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen

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Ein Viertel der migrantischen Bevölkerung in Österreich ist unter seinem Ausbildungsniveau beruflich tätig. Das gilt nochmals verstärkt für Frauen. Diese mangelnde Anerkennung der mitgebrachten Fachkompetenz und Bildung führt zur Dequalifizierung. Die brachliegenden Ressourcen erschweren die gesellschaftliche Teilhabe. Sie sind aber auch unserem Wirtschafts- und Beschäftigungssystems nicht förderlich.

Auch 2015 nehmen wir uns mit „Anerkannt! – Projekt zur leichteren Anerkennung von international/ im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen“ der strukturellen Barrieren für gelingende Berufsanerkennungen an. Wir arbeiten mit Schwerpunkt Steiermark österreichweit.

Die bewährten Anerkannt! – Angebote sind Workshops und Fachinputs mit kompaktem Know-how sowie praxisbezogene Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsarbeit mit Fokus MultiplikatorInnen sowie Betriebe (besonders KMUs). Anhaltspunkte für strukturelle Verbesserungen (z.B. im österreichischen Anerkennungsrecht) werden ebenfalls entwickelt.

Laufzeit: 01/2015 – 12/2015

Projektsite: www.anerkannt.at

Kontakt: Mag.a Edith Zitz

 

Veranstaltung – Wie (Berufs-)Anerkennung gelingen kann!

Am 11. November 2015 luden wir im Media Center des Grazer Rathauses zu einer Informationsveranstaltung zum diversitätsorientierten Recruiting. Im vollbesetzten Saal eröffnete Integrations- und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner, MBA mit dem Hinweis auf die aktuelle weltpolitische Lage und die damit einhergehende Notwendigkeit von Migration und Anerkennung international erworbener Qualifikationen. Die Hauptreferentin MMag.a Isabella Skrivanek (Donau-Universität Krems) gab einen wissenschaftlichen Überblick über die derzeitig in Österreich gegebene komplexe Situation mit einem Ausblick auf Adaptionswünsche in Richtung Vereinfachung, um volkswirtschaftlich positive Effekte durch bessere Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Als Leiter des Integrationszentrums Steiermark verwies Martin Häusl auf Programme wie „Mentoring für MigrantInnen“, das qualifizierte bzw. hochqualifizierte Mentees mit Migrationshintergrund mit Mentorinnen und Mentoren aus der Wirtschaft zusammenbringt. Der Unternehmer Gerhard Zottmann schilderte, wie sich bei einer internationalen Belegschaft mit unterschiedlichen Qualifikationen und Nachweisen der Praxisalltag von der Bewerbung bis zur Karriere darstellt und welche Unterstützungsleistungen aus der Sicht von KMUs vorteilhaft sind. In angeregten Diskussionen wurden noch etliche Fragen zum Thema Berufsanerkennung beantwortet und Lösungsvorschläge erörtert.

Diashow Veranstaltung 11.11.2015

Informationsfolder Diversity Recruiting

Informationsfolder_Mentees_2015

Linksammlung Berufsanerkennung

Gefördert wird Anerkannt! vom Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) und Stadt Graz, Bildung und Integration

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