LLIVET – Language and Literacy in Vocational Education and Training

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In Großbritannien ist man im Rahmen der Skílls for Life Strategie dazu übergegangen Basisbildungsangebote in die Berufsausbildung bzw. das Arbeitsumfeld zu integrieren. Man folgt dabei Forschungsarbeiten des Instituts für Bildungswissenschaften an der Universität London.Obwohl auch andere europäische Länder vermehrt an der Integration von Basisbildungstrainings in das direkte Arbeitsumfeld arbeiten, herrschen doch unterschiedliches Wissen über die positiven Wirkungen und Kenntnisse von Praxisbeispielen vor. Diese Partnerschaft soll helfen, die unterschiedlichen europäischen Systeme zu verstehen und aus diesem Verständnis heraus das Bewusstsein für Basisbildung am Arbeitsplatz heben und durch Partneraktivitäten gute Praxisbeispiele hervorbringen.
Viele Lernende sind sehr motiviert, wenn es um das Erlernen von berufsspezifischen Kenntnissen geht. Geht es allerdings um ihre Basisbildung, die ja für das Erlernen von Spezialkenntnissen notwendig sind, sinkt ihre Motivation drastisch. Auf das Angebot, ihre Sprachkenntnisse oder mathematischen Kenntnisse zu trainieren, reagieren sie oft widerwillig und verbinden das manchmal mit schlechten Erfahrungen aus ihrer Schulzeit. Auch hat sich gezeigt, dass sie große Schwierigkeiten haben, die Kenntnisse aus solchen isolierten Kursen in ihren Arbeitsalltag einzubinden.
Die Lernenden müssen ihre Basisbildung, die sie an ihrem Arbeitsplatz benötigen jedoch erweitern, da dies im Rahmen der Berufsausbildung und -weiterbildung insbesondere für die Ablegung von Prüfungen erforderlich ist. Viele Praktikerinnen und Praktiker sind der Meinung, dass es daher am günstigsten ist, die Basisbildungseinheiten in die reguläre Berufsaus- und Weiterbildung zu integrieren.
Durch diese Strategie der Miteinbeziehung der Basisbildung in die reguläre Berufsausbildung werden die einzelnen Kurse für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer attraktiver als bei der Einzelbewerbung von Basisbildungskursen. Die Lernenden verbinden damit auf den beruflichen Bedarf zugeschnittene Bildungseinheiten, deren Inhalte sich sofort in die Praxis umsetzen lassen. Dadurch erhält die Basisbildungseinheit ein positives Image. Weiters kommt dazu, dass in diesen integrativen Kursen im Unterschied zu den Einzelkursen die Lernenden an ihre beruflichen Fähigkeiten anknüpfen können und dadurch auch ihre eigene Selbsteinschätzung und das Vertrauen in die Anwendung des Gelernten gesteigert wird.
Das Hauptziel dieser Partnerschaft ist die Analyse der Verwirklichung von Basisbildungsangeboten im Rahmen der Berufsausbildung. Die einzelnen Schritte dazu sind:
1. die Erhöhung des Bewusstseins für Basisbildung in der Berufsausbildung
2. die Identifizierung von guter Praxis
3. der Nachweis der Effizienz von Basisbildung in der Berufsausbildung
4. die Identifizierung weiterer Forschungsschwerpunkte
Projektlaufzeit: 08/2011 – 07/2013LLIVET Website / LLIVET on European Shared Treasure
Partner:
RADAR B, Lorient, FR
Swiss Federation for Adult Learning (SVEB), Zürich, CH
Bulgarian Reading Association (BulRA), Sofia, BG
inspire – Verein für Bildung und Management (coord. org.)
Kontakt: Mag. Max Mayrhofer
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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